Kochel am See – Schwangau

Nach einer guten Nacht zeigte der erste Blick aus dem Hotelfenster  außer einer grauen Wand nichts. Der Kochelsee und seine Umgebung war total im Nebel verschwunden. Ein guter Grund wieder ins Bett zu verschwinden. Aber nachdem wir heute  bis nach Schwangau 64 Kilometer zu fahren hatten (zum Schluss wurden 80 daraus) machten wir uns gleich nach dem Frühstück auf den Weg. Entlang des Sees ging es auf einer zuerst flachen Strecke nach Schlehdorf mit dem alten Kloster. Die erste urkundliche Erwähnung in einer Gründungsurkunde des Klosters Schlehdorf-Scharnitz stammt aus dem Jahr 763. Von Ohlstadt führen wir endlang der Loisach bis Eschenlohe durch das schöne Werdenfelser Land. Der Nebel hatte sich inzwischen gelichtet und durch die Wolkenlücken zeigte sich ein wenig blau am Himmel. Bei Eschenlohe unterquerten wir das Autobahnende von München. Gut dass wir auf dem Rad sitzen und nicht hier im Wochenendstau. Kurz hinter Eschenlohe war es vorbei mit der flachen Etappe es ging ständig bergauf und bergab über Grafenaschau bis Bad Kohlgrub. Insgesamt 200 Höhenmeter waren mit den schwer beladenen Rädern zu überwinden. In Bad Kohlgrub war die Luft dann raus und wir gönnten uns im Kunstkaffe eine Pause mit Kaffee und Kuchen. Leider war das nicht die endgültige Höhe des Tages. Zum Schluss überquerte der Höhenmesser die 900 Meter Marke. Nicht nur die Höhe machte uns zu Schaffen, besonders schwierig waren die Schotterwege mit den feuchten Böden. Aber wo es bergauf geht muss es auch irgendwann bergab gehen.  Kurz vor Halblech sahen wir dann auch schon unser Tagesziel Schwangau mit dem märchenhaften Schlössern im Dunst der Wolken. Neuschwanstein und Hohenschwangau. Im Hotel Weinbauer hatten wir im voraus gebucht und so konnten wir mit Sauna und einem schönen Abendessen den anstrengenden Tag ausklingen lassen.