„Kirche und U-Boot“ Day off in Groton

2015_Cycling_USA-0032Ich konnte dem Angebot von Mike nicht widerstehen und blieb zwei Nächte in seinem schönen Haus in Groton. Mike ist ein super freundlicher Mann Doktor in Naval Submarine Base in New London. Der Vorabend mit seinem Freund und Kollegen Eric, ebenfalls Doktor in der Navi war schon super. Leider musste Eric am Sonntag Morgen wieder zu seiner Home Base abreisen. Mike hatte nichts besonderes an diesem Sonntag vor außer seinem Kirchgang wohin ich ihn gerne begleitete. Ich wollte schon seit Florida, immer mal eine Messe besuchen, aber die meisten Gottesdienste starteten erst um 10 Uhr, da saß ich schon meistens auf dem Rad. So bot sich der heutige Sonntag an. Es war ein traumhaft schöner Frühlingstag, so beschlossen wir zur Kirche zu laufen. Die Kirche nennt sich Groton Bible Chapel. Wir wurden freudig von einigen Gemeindemitgliedern in der Lobby begrüßt. Mike stellte mich einigen Leuten vor und so kamen wir schnell ins Gespräch. Es gab Kaffe und Croissounts bevor die Gemeinde in den großen Saal ging. Auf der Leinwand eine Uhr zeigte rückwärts laufenden den Beginn an. Dann um 9.30 Uhr spielte eine Band verschiedene religiöse Stücke. Die Meisten Gemeindemitglieder sangen mit, besonders bei Amazing Grace. Es war sehr bewegent und ich fühlte mich angezogen von der Stimmung. Dann der Pastor sprach über „Gidion did not finish well“. Er zog Richard Nixon zum Vergleich, das er viel für das Land getan hatte, aber es nicht gut vollendete. Is there a snare in my life ? Für die Kommunion wurde normales Brot und Wein durch die Reihen gereicht. Alles untermalt mit den entsprechenden Bibeltexten per Power Point Präsentation. Die Kirche war voll, viele junge Leute. Es war sehr modern aber ich denke die Kirche sollte sich ruhig den modernen Zeiten anpassen, solange es nicht ums Geschäft geht. Mike zeigte mir noch das Projekt was die Kirche in Haiti tut. Er und viele Helfer spenden Zeit und Geld um den Erdbeben Opfern in Haiti zu helfen. Hut ab ! 2015_Cycling_USA-0052Das Kontrastprogramm nach der Kirche war schon etwas strange. Besuch des Submarine Force Museum mit dem Historic 2015_Cycling_USA-0050Ship Nautilis SSN 571. Der Bau der NAutilus wurde möglich mit der erfolgreichen Entwicklung einer nuklearen Antriebsanlage. Am Morgen des 17. Januars 1955 befahl de Kommandant, Fregattenkapitän Eugene P. Wilkinson die Leinen zu lösen und signalisierte die historische Meldung „Underway on Nuclear Power“. Wer den Film das Boot sah und jemals die Möglichkeit hatte sich in einem U-Boot umzuschauen, kann die Enge fühlen und spüren.

Da ist mir das singen in der Kirche viel lieber.

Tausend Dank lieber Mike für die schöne Zeit in Groton.

„Diners are forever“ – Riverhead – Groton 62 km

Der Tag von gestern lag mir noch ganz schön in den Knochen. Mein Plan für heute war die Fähre vom Orient Point auf Long Island zum Festland nach New London in Connecticut zu nehmen. Der Tag war sehr schön, der Wind hatte nachgelassen und die Sonne schien. Leider nicht warm genug um die Handschuhe und langen Hosen weg zu lassen. Der nördliche Teil von Long Island ist landschaftlich sehr schön. IMG_2318Viele Farmen und Weingärten. Es ist sehr schön anzusehen, wie ich seit Florida den Frühling vor mir herschieben konnte. Was im Süden schon verblüht war steht hier in voller Blütenpracht. In Cutchogue konnte ich zum ersten Mal einen richtigen Diner genießen. Die Diner haben sich Ende des 19. Jahrhunderts aus mobilen Imbissbuden entwickelt für die ausrangierte Speisewagen der Eisenbahn benutzt wurden. IMG_2320In vielen Filmproduktionen stehen die Diner für das Wachstum und den Optimismus der 50er Jahre in den USA. Ab den 70er Jahren wurden sie jedoch sehr von den Fast-Food Ketten wie McDonald verdrängt. Es ist daher immer schön ein klassisch eingerichteten Diner zu finden. Gut gestärkt vom Diner ging es auf dem Highway 25 weiter in Richtung Fähre. In Greenport sprach mich Jim vor dem 7Eleven an, wo ich gerade meine Wasservorräte aufbesserte. Er erzählte mir, das er 343 Kameraden der Feuerwehr beim Terroranschlag 9/11 verloren hatten und das er in Erinnerung daran die Mütze trage und sich die Zahl auf dem Arm hat tätowieren lassen. Er empfahl mir noch unbedingt Greenport anzuschauen. Eine sehr hübsche Hafenstadt mit vielen Kirchen. Um 14 Uhr erwischte ich dann noch die Fähre die mich in 90 Minuten nach New London brachte. Etwas unsicher war ich noch wie ich auf die andere Seite des Thames River kommen konnte. Aber eine Bike Spur führte über die endlos lange Brücke nach Groton zu meinem Warmshowers Host Mike.

[button link=“https://connect.garmin.com/modern/activity/763257437″ newwindow=“yes“] Streckenplan – Track[/button]