Bulle – Vevey 37 km

in 12 Etappen durch…
Von Friedrich Müntjes
 

 Vor Bulle am Fuße der Voralpen sticht das mittelalterliche Städtchen Gruyères mit seinem Charme und seiner malerischen Architektur hervor. Der Ort hat seinen Namen nicht nur der Region sondern auch dem köstlichen Käse vererbt. Mit Alpenglocken Klängen verließen wir Bulle. Das Thermometer zeigte schon am Morgen 28 Grad. Über weite Hochflächen ging es durch das Gruyères Land Richtung Genfer See und dann steil Abwärts nach Vevey. Die Stadt am Nordufer des Genfer Sees war früher ein bedeutender Handelsplatz Seine wirtschaftliche Entwicklung verdankt Vevey der Lage am Nordostufer des Genfersees. Schon früh war es ein wichtiger Umschlagsplatz am Handelsweg von Frankreich ins Greyerzerland und nach Bern. Die Waren wurden von Frankreich mit dem Schiff nach Vevey gebracht und dort auf Fuhrwerke verladen und ihren weiteren Bestimmungsorten zugeführt. Bekanntheit erlangte die Stadt auch als Hauptsitz der Nestlé SA. Wir hatten bis hier her über 500 km auf dem Rad gesessen und mehr als 4000 Höhenmeter überwunden. Kein einziger Platten konnte unsere Freude stören. So beschlossen wir hier unsere Radtour mit dem gerade stattfindenden 19e Festival des Artistes de Rue zu beenden und mit den Artisten zu feiern.

PS. Weitere Touren am Genfer See sind nicht ausgeschlossen.

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Gstaad – Bulle 48 km

Unser Zimmer im Hotel Alpenhorn war groß genug um Leine quer durch den Raum zu spannen damit wir mal wieder unsere verschwitzte Wäsche aufhängen konnten. Kaum zu glauben das Gstaad ein Zufluchtsort für viele Prominente wie etwa Tony Curtis, Roger Moore, Bernie Eccelstone und in der Vergangenheit Gunter Sachs und Elisabeth Taylor war. Nach einem stärkenden Frühstück machten wir uns über Saanen es ist 3 km entfernt von Gstaad und grenzt direkt an den Kanton Waadt. Der Berg Vanel zwischen Saanen und Rougemont bildet die Kantons- und Sprachgrenze. Saanen ist ein sehr schönes Dorf mit alten Holzhäusern und der schönen gotischen Mauritiuskirche erstmals erwähnt 1228. Laut Streckenplan sollte es bis zu unserem Tagesziel Bulle nur noch bergab gehen, was natürlich so nicht stimmte da immer wieder kleine Anstiege zu bewältigen waren. So wurde auch dieser Tag zu einer anstrengenden Tour. Bulle ist eine Stadt im welchen Teil des Kanton Freiburg. Sehenswert ist die Altstadt und das Schloss aus dem 13th Jahrhundert. Beim Abendessen dachten wir einmal mehr wie gut es wäre Sprachen zu können. Die Bedienung verstand nur Französisch, aber irgendwie kamen wir doch zu einem tollen und „preiswerten“ Abendessen.

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Zweisimmen – Gstaad 14 km

Nach einem tollen Frühstück im Garten von Margit und Urs machten wir uns auf dem Weg zum höchsten Punkt unserer Reise (1250 m). Teilweise ging die Steigung bis zu 20 % so dass an treten nicht mehr zu denken war. Hier half nur schieben, was leider auch keine Erleichterung bei den schweren Rädern war. Hinzu kam noch die Mittagshitze was uns beide an den Rand der Kräfte brachte. Nach Saanermöser ging es glücklicherweise bis Gstaad nur noch bergab. Da der Vortag schon so anstrengend war entschlossen wir uns in Gstaad zu bleiben und den „Nobelort“ zu genießen.

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Interlaken – Zweisimmen 60 km

Heute war der erste Tag wo es schon morgens warm genug war um draußen zu frühstücken. Der Tag benötigte gleich eine Erfrischung zumindest für Friedrich, der direkt nach dem Disput mit einem Holländer über die Erlaubnis ob das Radfahren am Fluss erlaubt ist, beim Absteigen das Gleichgewicht verlor und rückwärts mit voller Montur in die Aare viel. Glücklicherweise blieb das Rad mit samt dem Gepäck am Ufer im trockenem. Da es schon warm genug war würde die Fahrt im Triathlon Feeling gleich fortgesetzt. Entlang des Thuner Sees ging es nach Spiez – wunderschön am Thuner See gelegen. Hier im fast mediterranen Klima konnte die Wäsche wunderbar trocknen und ein Kaffee mit Blick auf dem See versüßte die Wartezeit. Diese Pause war auch dringend nötig. Gleich nach Spiez ging es über Hasli hinein ins Simmental. Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) rühmte das Simmental auf seinen Reisen als «das grünste Tal Europas». Es ging über die abgemähten Wiesen ständig bergauf. Es roch sehr gut nach frischem Heu. Vermischt mit dem Gestank von einem motorisierten Blätterbläser den ein Bauer zum Heuwenden benutzte. Der Vorschritt greift um sich ! In Boldingen mussten wir aber der Strecke Tribut zollen und im Dorflädli unsere „Accus“ auftanken. Danach ging es die restlichen 10 km über die Hauptstraße direkt zum Gasthof Bären nach Zweisimmen bevor wir in unser Quartier bei Margit und Urs Klossner herzlich empfangen wurden.

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