Bozen

Auch die fleißigsten Schifahrer werden einmal müde. Und so stand heute ein Stadtbummel auf der Agenda. Nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns auf dem Weg nach Bozen. Die Südtiroler Landeshauptstadt  liegt  inmitten von einmalig schönen Naturlandschaften. Im Osten begrenzen die Dolomiten den Blick, im Süden geht es hinaus ins Schlösserparadies Überetsch, im Westen liegen die märchenhaften Lärchenwiesen des Tschögglberges und im Norden das urige Sarntal. Wer in der Stadt bummelt, braucht auch auf Kultur nicht zu verzichten. Im Archäologiemuseum ist die 5.400 Jahre alte Mumie des „Ötzi“ ausgestellt, es gibt eine lebhafte Theater- und Musikszene und auch die Oper hat hier ihren Platz. Wunderschön anzusehen sind auch die Laubengänge und der berühmte Obstmarkt.  Das kühle Wetter und der fehlende Sonnenschein ließ allerdings keine große Kauflaune aufkommen. Alle waren gesundheitlich etwas angeschlagen, so führte der erste Weg in die Apotheke zu einer Packung Asperin C. Nach einem stärkenden Kaffee und einigen kleinen Einkäufen (Spagetti) machten wir uns wieder auf dem Rückweg nach Villanders um Sauna und Bett zu genießen.

St. Magdalena

Die drei von der „Piste“ fuhren heute mit dem Bus zur Seiser Alm. So konnte ich den Tag für mich gestalten. Das Wetter war nicht so toll. Von Norden kamen Wolken durch das Eisacktal. Im Süden sah es etwas freundlicher aus und so machte ich mich auf dem Weg Richtung Bozen. Um eine schöne Aussicht zu genießen führte mich mein Weg nach St. Magdalena, was ich schon von früheren Ausflügen kannte. Der Winter hier in dieser Region ist sehr mild. Weingut ObermoserEs gibt kaum Frost und so haben die Winzer auch jetzt noch die Möglichkeiten die Rebstöcke  zu schneiden. Ich baute meine Kamera oberhalb von St. Magdalena auf um einige Testaufnahmen mit dem separaten Ton zu probieren. Plötzlich stand Thomas Rottensteiner vor  mir, der sich als Besitzer des Weinberges vorstellte. Wir kamen ins Gespräch über die Landwirtschaft und den Weinanbau. Sein Vater Heinrich Obermoser gesellte sich dazu und ich konnte diesen „himmlischen“ Ort natürlich nicht ohne eine Weinverkostung im eigenen Keller verlassen. Gestärkt mit 6 Flaschen vom edlen 2010 St.Magdalener Classico (13,5 %)verließ ich Bozen Richtung Norden. Nach einer warmen Speckknödelsuppe in Klausen für ich zurück ins Hotel um bei einer heißen Sauna die Rückkehr der Schifahrer abzuwarten. Ich denke einige der Flaschen werden den heutigen Abend nicht überleben.