„Stephen King “ Bangor – Unity 55 km

Nein Stephen Edwin King, der berühmte Autor war nicht mein Gastgeber in Bangor. Er lebt zwar dort ist aber nicht Member of Warmshowers. Außerdem mag ich überhaupt keine Schauergeschichten. Ich hatte viel nettere Gastgeber, IMG_2501Kierie und ihr Freund waren perfekte Gastgeber. Wir verbrachten einen tollen Abend, mit Kino und Barbesuch und hatten ein perfektes Frühstück. Danke Kierie und James, besonders für das Weihenstephaner Weißbier. Viel Glück für euch beide. Glück hatte ich heute auch, das Wetter war perfekt fast zu warm. Die Strecke allerdings war in Anlehnung an Stephen King eher der Horror für Radfahrer. Die Strecke über den Highway 202 ging stangengerade auf und ab und stieg von 2 Meter bis auf 224 Meter. Eigentlich ist das kein großer Höhenunterschied, aber die Straße ist für Autos gemacht und nicht für Drahtesel. Außerdem gibt es auf rund 40 Kilometer nichts als Wald, Farmland und vereinzelte Häuser. IMG_2507Eigentlich eine sehr schöne Landschaft. Nur nicht wenn man mal eine schöne Pause braucht. Zwischen einer rasanten Abfahrt und dem nächsten Anstieg im Blick eine Tankstelle. Da war eine Entscheidung in Sekundenschnelle nötig. Anlauf nehmen, oder bremsen. Ich Entschied mich für das letztere und kehrte ein, beziehungsweise auf die Bank vor der Gasstation. Das war auch nötig, zwischen Benzingeruch und Burger schlief ich kurz auf der Bank ein. Gestärkt durch diesen Zwischenstop, schaffte ich auch die letzten Hügel bis nach Unity.

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„Moderne Zeiten ? “ Bar Harbor – Bangor 75 km

imageDie ganze Nacht hatte es geregnet. Ich hatte mich schon auf einen nassen Tag eingerichtet. Aber pünktlich zum Start hörte es auf. Der Wind drehte auf Süden und brachte hohe aber feuchte Temperaturen von 27 Grad Celsius. Eigentlich das richtige Wetter um zu radeln. Leider musste ich auch heute wieder bis auf wenige Ausnahmen den Highway benutzen. Über die 3 ging es runter von der Insel nach Trenton und Ellsworth. Dann fast wie von einer Linie gezogen über die 1 über Holden zu meinem Zielpunkt Bangor. Die Strecke ist sehr hügelig und eigentlich nur für Autos gemacht. Auf der gesamten Strecke ab Ellsworth gibt es keine Möglichkeit zur Einkehr. imageDabei gibt es herrliche, stillgelegte Bahnstrecken. Das wären tolle Strecken für Radfahrer oder auch um den Zugverkehr wieder zu aktivieren. Bereits 1836 starteten die ersten Eisenbahnen in Maine. Bis 1924 hatte das Streckennetz eine Ausdehnung von 3830 km. imageDie Große Depression 1929 brachte das Ende der Eisenbahnlinien. Danach setzte die Politik auf den Ausbau der Straßen und den Individualverkehr. Für mich ein politischer Fehler. Ganz abgesehen davon, dass man die Arbeit der Erbauer der Bahnstrecken nicht schätzte. Die Strecken laufen sanft und still durch die Landschaft, nicht so brutal wie die Highways. Auch diese Pioniere haben was für das Land geleistet. Nicht nur die Soldaten. Tausende von Kilometern brachliegende Schienen das zeugt nicht von Weitsicht und hat nach meiner Sicht mit modernen Zeiten nichts zu tun.

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