„Smart Water“ Augusta – Brunswick 56 km

imageWasser ist sehr klug und sucht sich immer den Weg des geringsten Widerstandes. So entstanden Bäche, Flüsse und Ozeane. Die ersten Siedler in den USA waren auch klug und folgten den Flussläufen. Ebenso die Erbauer der Eisenbahnen. imageDiese leisteten großartige Arbeiten, dort wo nicht genug Platz für das Wasser und die Bahnlinie waren sprengten sie die Felsen in die Luft um möglichst eine ebene Strecke zu schaffen. Mit dem Beginn der Automobilindustrie, hörte die Klugheit meiner Meinung nach ein wenig auf. imageDie Straßen wurden unabhängig der Geländestruktur gerade gebildet. Das merkt der Autofahrer natürlich nicht. Ein kleiner Druck auf das Gaspedal und schon ist der nächste Hügel überwunden. Den Unterschied merkt nur der Radfahrer oder Fußgänger. Aber beide kommen hier nur selten vor. Kein Wunder bei den Benzinpreisen von nur 70 Cent pro Liter. Aber das muss ja jeder selber wissen. Für mich war es auf jeden Fall der beste Zeitpunkt, meine aktive Radreise zu beenden. Herrliches Wetter, Südwind, tolle Fahrt entlang des Kennebec Rivers und ein Sauerbraten in Richard`s Restaurant. Ich bleibe jetzt noch bis zum 3. Juni in Brunswick um dann mit dem Zug nach Boston zu fahren. Am 7. Juni fliege von Boston zurück nach München.

 

 

„Im Landeanflug“ Vassalboro-Augusta 29 km

Ihr wundert euch vielleicht warum meine Etappen immer kürzer werden. Ich könnte es auf die 4500 Kilometer schieben die ich in der Zwischenzeit in den Beinen habe. Sicher auch ein Grund. Der Hauptgrund ist aber das ich für den 3. Juni eine Zugfahrkarte von Brunswick nach Boston gebucht habe. Jetzt bin ich schon in Augusta und nur noch einen Tag von meinem Ziel entfernt. Maine ist sicher der richtige Platz um eine Reise ausklingen zu lassen. Selbst in der Hauptstadt Augusta ist es sehr ruhig. Die letzte Nacht habe ich ganz entspannt bei Bernie und Jody auf der imageFarm in Vassalboro verbracht. Beide Lehrer und Nebenerwerbslandwirte. Hilfe habe sie sich von imageKrysten geholt, sie managt die Farm mit großer Freude. Für mich neu waren die freuwilligen Helfer Henry aus Taiwan und Isa und Jonas aus Dänemark. Alle kamen über Help Exange auf die Farm. Ich hätte auch noch einige Tage bleiben können, um bei freier Kost und Logis im Garten zu arbeiten. Ich habe mich aber bei dem schönen Wetter lieber „vom Acker“ gemacht, denn Gartenarbeit ist nicht meine Lieblingsbeschäftigung. Ich freue mich aber sehr wenn junge Leute sich so für die organische Ernährung einsetzten. Die Fahrt nach Augusta war nicht besonders anstrengend. Der erste Teil fast ohne Autoverkehr, der dann auf dem Highway 202 natürlich stärker wurde. In Augusta schaute ich mir noch das Old Fort Western an. Es ist wurde 1754 gebaut und ist das älteste in New England. Auf dem Weg ins Hotel viel mir noch eine andere Gruppe um Roger Leisner auf, die seit Jahren jeden MUE_0032-6Freitag gegen alle Kriege in der Welt protestieren. Ein toller Tag mit engagierten Leuten. Danke das ich euch kennenlernen durfte.