Jungfraujoch

Heute hieß es früh aufstehen um den „Rabatt“ fürs Jungfraujoch zu bekommen. Der Preis ist unverschämt aber es hat sich gelohnt. Wir erlebten einen wunderschönen Tag zwischen Eiger Mönch und Jungfrau. Kleiner Witz.. Warum ist die Jungfrau noch Jungfrau ? … Der Mönch darf nicht in der Eiger ist zu weit weg.

Flüeli-Ranft – Interlaken 52 km

Frühstück mit Russen, Abendessen mit Indern, all das kann man erleben in der Schweiz. Das Frühstück im Paxmontana war sehr gut leider aber mit 50 Russen garniert. Komischerweise waren die alle sehr ruhig, wir dachten schon an fromme ruhige Pilger, nach einem Gespräch mit der Reiseleiterin erfuhren wir aber dass die nicht mal wussten wer Bruder Klaus ist . Anyway wir wussten es bis vor kurzem auch noch nicht, sind aber extra hier herauf gefahren. ohne Reue. Dafür wurden wir mit der Abfahrt – wenn auch bei Regen – belohnt. Es hatte die ganze Nacht geregnet und der Wetterbericht versprach auch für heute keine Besserung. Vorbei ging es am Sarner See zur Bahnstation nach Giswil. Hier nutzten wir die kleine „Aufstiegshilfe“ zum Brünigpass (1008 m). Der Brünigpass verbindet den Kanton Oberwalden mit dem Kanton Bern. Bei gutem Wetter hätten wir den Anstieg gewagt, aber heute war es einfach zu schlecht und der Weg nach Interlaken zu weit. Von hier ging es dann ein wenig bergauf und dann nur noch bergab nach Meiringen. Hier trafen wir die zwei netten Schweizer wieder die auch mit ihren Velos die „Aufstiegshilfe“ genutzt hatten. Bei einem netten Plausch stärkten wir uns für die nächsten 28 km nach Interlaken. Allerdings hatten diese Kilometer noch einige böse Anstiege am Brienzer See. Teilweise ging es auf 2 km noch mal 150 Meter nach oben. Aber irgendwie schafften wir doch noch unser Tagesziel und ein interessantes Abendessen im Taj Mahal – was ja irgendwie zu Interlaken passt. Man könnte auch meinen man ist im Mumbai oder Shanghai vor lauter fremder Gesichter. [button link=“http://connect.garmin.com/activity/106765418″ newwindow=“yes“] Streckenplan[/button]

 

 

 

Luzern – Flüli-Ranft 40 km

Nach einem „Ruhetag“ mit allerlei Eindrücken in Luzern, machten wir uns wieder auf dem Weg zu unserer Schweiz Durchquerung. Das Wetter war immer noch Spitze und wir waren doch froh die vielen Touristen hinter uns zu lassen. Entlang des Vierwaldstätter Sees ging es nach Hergiswil am Fuße des Pilatus. Die Glasi Hergiswil ist die noch einzige Glashütte in der Schweiz, welche von Mund und Hand Glas zu zeitgemäßen und einmaligen Formen verarbeitet. Bei Stansstad kamen wir an den Alpnacher See. Die Küstenstraße entlang zum Wichelsee. Am Sarnersee machten wir eine kurze Kaffepause um fit für den Aufstieg nach Flüeli- Ranft zu sein. Beinah hätten wir noch den Postbus erwischt um uns die 300 Meter Aufstieg zu ersparen. Aber es hieß Zähne zusammen zu beißen um den Rat von Torsten Haeffner zu folgen – den wir in Einsiedeln kennengelernt hatten – „Zu wandeln auf den Spuren von Bruder Klaus „ Die Zeitgenossen sahen in Niklaus von Flüe (1417-1487) einen lebendigen Heiligen. In Ranft war Bruder Klaus aus dem In – und Ausland gesucht als persönlicher Ratgeber und Friedensstifter. Die Hochachtung und Verehrung überdauerte die Jahrhunderte und fand ihren Höhepunkt mit der Heiligsprechung im Jahr 1947. Wir waren sehr beeindruckt von der Kraft und Stille die von diesem Ort ausging. Entsprechend gut waren wir danach im Gasthof Paxmontana „Bergfrieden“ aufgehoben. [button link=“http://connect.garmin.com/activity/106405546″ newwindow=“yes“] Streckenplan[/button]

 

Zug – Luzern 33 km

Die Nacht im aige esdewebe http://www.allesistgut.ch/ war schon sehr speziell. Die Zimmer ohne Schränke und fließend Wasser dafür aber mit Stauraum unter den Betten. Das Regal an der Wand viel plötzlich mit samt aller Dübel von der Wand. Die Bemerkung der Wirtin ich sollte keine Klimmzüge daran machen konnte ich nur mit einem müden Lächeln erwidern. Ansonsten war es super modern eingerichtet in diesem alten Haus in Zug. Die Regalaktion brachte uns immerhin einen Rabatt und mehrere Entschuldigungen ein. Das Frühstück wurde serviert von einer hübschen Schweizerin die sonst in Indien lebt. Ihr Bircher Müsli war genial. Nach dem Frühstück machten wir uns entlang des Zuger Sees Richtung Cham auf den Weg nach Luzern. Eiger, Mönch und Jungfrau begleiteten uns ein Stück des Weges. Der Weg war unspektakulär und leider zu einem großen Teil entlang der Autobahn. Die Einfahrt nach Luzern entlohnte uns für diese Tagesmühe. Luzern ist wie man die Schweiz sich vorstellt. Alles auf engstem Raum. Berge, See, Stadt und Landschaft. Großartig ! [button link=“http://connect.garmin.com/activity/105895565″ newwindow=“yes“] Streckenplan[/button]

 

Maria Einsiedeln – Zug 48 km

Nach einer guten Nacht im Seehotel Einsiedeln gab es ein bescheidenes Frühstück mit jeder Menge Fliegenbelästigung. „Wir sind hier auf dem Land“ war die Bemerkung der Wirtin. Der Tag war frisch aber sonnig. Das Packen lief wie üblich. Die fahrt führte Stadtauswärts über die Zürichstrasse Richtung Schwyzerbrugg. Im leichtem Anstieg in das Gebiet Rothenthurm –Biberbrugg das letzte großflächig erhaltene Hochmoorlandschaft in der Schweiz. Das Gebiet hat eine eigene nordisch anmutende Prägung und ist der Lebensraum seltener Pflanzen und Tiere. Von nun an ging’s bergab…Richtung Morgaten. Hier schlugen die Eidgenossen 1315 erstmals die waffentechnisch überlegenden Habsburger. Dank milden Klima – meist oberhalb der Nebelgrenze – entwickelte sich die Region um die Region des Ägerisee zum beliebten Kurgebiet. Durch einen wunderschönen Waldweg ging es vorbei an den Höllgroten Richtung Zug. Der Name stammt vom Ziehen der Netze. In der Tat war in früheren Zeiten das Fischen einer der wichtigsten Broterwerbe am Zuger See. Heute leben nur noch etwa 10 Berufsfischer am See. Auch das Schicksal der Stadt Zug ist eng mit dem See verknüpft, heute sind von den ursprünglich drei Gassen nur noch zwei vorhanden. Eine versank 1435 während eines Föhnsturms im See. Carola ließ sich von dieser Nachricht nicht abhalten und bekam nach 5 Tagen radeln endlich ihr ersehntes Bad.Im Schatten des Zytturms ließen wir uns im Ratskeller das Abendessen schmecken. Mit einer interessanten Unterhaltung mit einem jungen schwyzer Cubaner ließen wir den Abend ausklingen. [button link=“http://connect.garmin.com/activity/105670605″ newwindow=“yes“] Streckenplan[/button]