Interlaken – Zweisimmen 60 km

Heute war der erste Tag wo es schon morgens warm genug war um draußen zu frühstücken. Der Tag benötigte gleich eine Erfrischung zumindest für Friedrich, der direkt nach dem Disput mit einem Holländer über die Erlaubnis ob das Radfahren am Fluss erlaubt ist, beim Absteigen das Gleichgewicht verlor und rückwärts mit voller Montur in die Aare viel. Glücklicherweise blieb das Rad mit samt dem Gepäck am Ufer im trockenem. Da es schon warm genug war würde die Fahrt im Triathlon Feeling gleich fortgesetzt. Entlang des Thuner Sees ging es nach Spiez – wunderschön am Thuner See gelegen. Hier im fast mediterranen Klima konnte die Wäsche wunderbar trocknen und ein Kaffee mit Blick auf dem See versüßte die Wartezeit. Diese Pause war auch dringend nötig. Gleich nach Spiez ging es über Hasli hinein ins Simmental. Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) rühmte das Simmental auf seinen Reisen als «das grünste Tal Europas». Es ging über die abgemähten Wiesen ständig bergauf. Es roch sehr gut nach frischem Heu. Vermischt mit dem Gestank von einem motorisierten Blätterbläser den ein Bauer zum Heuwenden benutzte. Der Vorschritt greift um sich ! In Boldingen mussten wir aber der Strecke Tribut zollen und im Dorflädli unsere „Accus“ auftanken. Danach ging es die restlichen 10 km über die Hauptstraße direkt zum Gasthof Bären nach Zweisimmen bevor wir in unser Quartier bei Margit und Urs Klossner herzlich empfangen wurden.

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Jungfraujoch

Heute hieß es früh aufstehen um den „Rabatt“ fürs Jungfraujoch zu bekommen. Der Preis ist unverschämt aber es hat sich gelohnt. Wir erlebten einen wunderschönen Tag zwischen Eiger Mönch und Jungfrau. Kleiner Witz.. Warum ist die Jungfrau noch Jungfrau ? … Der Mönch darf nicht in der Eiger ist zu weit weg.

Flüeli-Ranft – Interlaken 52 km

Frühstück mit Russen, Abendessen mit Indern, all das kann man erleben in der Schweiz. Das Frühstück im Paxmontana war sehr gut leider aber mit 50 Russen garniert. Komischerweise waren die alle sehr ruhig, wir dachten schon an fromme ruhige Pilger, nach einem Gespräch mit der Reiseleiterin erfuhren wir aber dass die nicht mal wussten wer Bruder Klaus ist . Anyway wir wussten es bis vor kurzem auch noch nicht, sind aber extra hier herauf gefahren. ohne Reue. Dafür wurden wir mit der Abfahrt – wenn auch bei Regen – belohnt. Es hatte die ganze Nacht geregnet und der Wetterbericht versprach auch für heute keine Besserung. Vorbei ging es am Sarner See zur Bahnstation nach Giswil. Hier nutzten wir die kleine „Aufstiegshilfe“ zum Brünigpass (1008 m). Der Brünigpass verbindet den Kanton Oberwalden mit dem Kanton Bern. Bei gutem Wetter hätten wir den Anstieg gewagt, aber heute war es einfach zu schlecht und der Weg nach Interlaken zu weit. Von hier ging es dann ein wenig bergauf und dann nur noch bergab nach Meiringen. Hier trafen wir die zwei netten Schweizer wieder die auch mit ihren Velos die „Aufstiegshilfe“ genutzt hatten. Bei einem netten Plausch stärkten wir uns für die nächsten 28 km nach Interlaken. Allerdings hatten diese Kilometer noch einige böse Anstiege am Brienzer See. Teilweise ging es auf 2 km noch mal 150 Meter nach oben. Aber irgendwie schafften wir doch noch unser Tagesziel und ein interessantes Abendessen im Taj Mahal – was ja irgendwie zu Interlaken passt. Man könnte auch meinen man ist im Mumbai oder Shanghai vor lauter fremder Gesichter. [button link=“http://connect.garmin.com/activity/106765418″ newwindow=“yes“] Streckenplan[/button]

 

 

 

Luzern – Flüli-Ranft 40 km

Nach einem „Ruhetag“ mit allerlei Eindrücken in Luzern, machten wir uns wieder auf dem Weg zu unserer Schweiz Durchquerung. Das Wetter war immer noch Spitze und wir waren doch froh die vielen Touristen hinter uns zu lassen. Entlang des Vierwaldstätter Sees ging es nach Hergiswil am Fuße des Pilatus. Die Glasi Hergiswil ist die noch einzige Glashütte in der Schweiz, welche von Mund und Hand Glas zu zeitgemäßen und einmaligen Formen verarbeitet. Bei Stansstad kamen wir an den Alpnacher See. Die Küstenstraße entlang zum Wichelsee. Am Sarnersee machten wir eine kurze Kaffepause um fit für den Aufstieg nach Flüeli- Ranft zu sein. Beinah hätten wir noch den Postbus erwischt um uns die 300 Meter Aufstieg zu ersparen. Aber es hieß Zähne zusammen zu beißen um den Rat von Torsten Haeffner zu folgen – den wir in Einsiedeln kennengelernt hatten – „Zu wandeln auf den Spuren von Bruder Klaus „ Die Zeitgenossen sahen in Niklaus von Flüe (1417-1487) einen lebendigen Heiligen. In Ranft war Bruder Klaus aus dem In – und Ausland gesucht als persönlicher Ratgeber und Friedensstifter. Die Hochachtung und Verehrung überdauerte die Jahrhunderte und fand ihren Höhepunkt mit der Heiligsprechung im Jahr 1947. Wir waren sehr beeindruckt von der Kraft und Stille die von diesem Ort ausging. Entsprechend gut waren wir danach im Gasthof Paxmontana „Bergfrieden“ aufgehoben. [button link=“http://connect.garmin.com/activity/106405546″ newwindow=“yes“] Streckenplan[/button]

 

Zug – Luzern 33 km

Die Nacht im aige esdewebe http://www.allesistgut.ch/ war schon sehr speziell. Die Zimmer ohne Schränke und fließend Wasser dafür aber mit Stauraum unter den Betten. Das Regal an der Wand viel plötzlich mit samt aller Dübel von der Wand. Die Bemerkung der Wirtin ich sollte keine Klimmzüge daran machen konnte ich nur mit einem müden Lächeln erwidern. Ansonsten war es super modern eingerichtet in diesem alten Haus in Zug. Die Regalaktion brachte uns immerhin einen Rabatt und mehrere Entschuldigungen ein. Das Frühstück wurde serviert von einer hübschen Schweizerin die sonst in Indien lebt. Ihr Bircher Müsli war genial. Nach dem Frühstück machten wir uns entlang des Zuger Sees Richtung Cham auf den Weg nach Luzern. Eiger, Mönch und Jungfrau begleiteten uns ein Stück des Weges. Der Weg war unspektakulär und leider zu einem großen Teil entlang der Autobahn. Die Einfahrt nach Luzern entlohnte uns für diese Tagesmühe. Luzern ist wie man die Schweiz sich vorstellt. Alles auf engstem Raum. Berge, See, Stadt und Landschaft. Großartig ! [button link=“http://connect.garmin.com/activity/105895565″ newwindow=“yes“] Streckenplan[/button]