Todi – Attigliano 51 km (Umbrien)

Todi Piazza del PopoloDer Nacht in der Villa Luise verlief gut. Das Wetter war bedeckt aber gerade angenehm für die ersten Höhnmeter. Rund 50 Höhenmeter ging es in Richtung Todi bergauf. Vorbei an der Wallfahrtskirche Santa Maria Della Consolazione. An einer der Hügelflanken liegt die Wallfahrtskirche Hl. Maria des Trostes. Bevor wir die Abfahrt ins Tibertal genießen konnten. Bei Pontecuti überquerten wir den Tiber. Bei Kilometer 15 am Stausee Lago di Corbara mussten wir noch einige Meter klettern und es begann ein wenig zu tröpfeln. Weiter ging es bergauf nach Baschi auf 165 Meter. Eine schöne Mittagspause frischte unsere „Accus“ wieder auf. Weiter unten im Tibertal wurde es immer ländlicher. Das Landschaft erinnerte ein wenig an Norddeutschland mit seinen Mais und Weizenfelder. Bei Attigliano unterschritten wir erstmal wieder die Seehöhe von 100 Meter. Unser Plan war es von hier aus nach Orte zu fahren. Aber irgendwie führte dort kein Weg durchs Tal hin. Nur die Autobahn und die Schiene. Alles andere führte wieder über 300 Höhenmeter. So entschieden wir uns am Ortsrand in Lacolita Le Fossate zu übernachten und mit netten Italienern den Abend zu beenden.

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Perugia – Todi 50 km (Umbrien)

Perugia
Perugia

Der Abschied von Perugia viel uns nicht ganz leicht. Aber um unser Ziel weiter zu verfolgen mussten wir unsere Zelte in Perugia abbrechen. Die Aussicht von fast 500 Meter wieder auf 200 Meter herunter fahren zu können machte den Entschluss leichter. Leider verpassten wir aber beim ersten Versuch den richtigen Einstieg in Richtung Todi, so dass wir fast auf der Autobahn gelandet wären. Es half also nichts wieder eine Meter zurück auf den Berg zu klettern. Das taten auch jede Menge Italiener um in Perugia einzukaufen, so bekamen wir auch gleich noch jede Menge Abgase mit auf dem Weg zurück ins Tibertal. Bei Ponte San Giovanni waren wir wieder auf dem richtigen Track. Der Tag war durch diese „Umleitung“ schon weit fortgeschritten, so dass wir die heutige Hitze besonders zu spüren bekamen. In Deruta brauchten wir schon eine erste Erfrischungspause. Deruta ist ein Zentrum der Keramik, deren Anfänge bis ins Mittelalter zurückreichen und die noch heute weitgehend von Hand bemalt. Selbst in den Bürgersteigen sind diese Kacheln eingelassen. Wir kämpften uns weiter links und rechts der Schnellstraße durchs Tal, so dass wir nach 50 Kilometer etwas erschöpft 5 Kilometer vor Todi Ponterino erreichten. Mangels Cafe erfrischten wir uns an einer Tankstelle, die sich als großer Treff der Einheimischen herausstellte. Wir überlegten wie wir trotz Erschöpfung  innerhalb von 5 Kilometern von 150 auf 400 Meter Seehöhe kommen konnten. Durch die Gespräche mit den Einheimischen fanden wir dann die Lösung mit Giovanni und seinen Ford-Transporter. In der Villa Luise hoch über den Tibertal fanden wir dann auch noch eine gute Lösung für die Nacht.

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Perugia

2013_Cycling_Venedig_Rom-0250
Palazzo dei Priori

Die Tage in Perugia, nutzten wir dazu unsere müden Glieder zu Regenieren und die wirklich tolle Stadt zu genießen. Carola hatte sich noch eine Erkältung eingefangen, so dass es besonders sinnvoll war einige Tage zu bleiben. Unsere Wäsche schrie ebenso nach Regenerierung. In der nähe der Uni fanden wir nach drei vorherigen Versuchen endlich auch einen Waschsalon um unsere Wäsche in die gleiche Frische zu versetzen wie wir. Perugia wurde ursprünglich von den Etruskern auf einem markanten Hügel (493 m) über der Ebene gegründet, ihr antiker Name ist Perusia. Neben den eher uninteressanten Neubaugebieten in der Ebene bietet die auf dem Berg liegende Altstadt viele enge Gassen mit Flair und zahlreiche interessante Kulturdenkmäler, darunter den Arco Etrusco, ein Bogenbauwerk aus dem 3. Jahrhundert v. Chr., die mittelalterliche Fontana Maggiore, die den Peruginern als der schönste Brunnen der Welt gilt, und den Palazzo dei Priori mit seiner außergewöhnlichen Außentreppe.

Citta di Castello – Perugia 65 km (Umbrien)

Nach einem gelungenen Abend in der Trattoria Lea2013_Cycling_Venedig_Rom-0208 machten wir uns morgens gleich auf den Weg nach Perugia. Über den Meinungsaustausch mit Holländers vergaß Carola ihren Ausweis mitzunehmen. Ein Anruf von Unterwegs ergab die Gewissheit, dass der Ausweis noch im Hotel war. Leider waren wir doch schon die halbe Strecke unterwegs und so half nur die bitte uns den Ausweis per Post nach Hause zu schicken. Gott sei Dank hatte Carola noch Ihren Pass dabei – obwohl dieser im Kulturbeutel ein wenig den Cremen ausgesetzt wurde war dieser noch zu gebrauchen. Auch heute war das Wetter wieder Top zum Radfahren. Die mittags aufkommenden Wolken und Blitze trieben uns allerdings immer wieder zur Eile an.  Bei Casa Del Diavolo  holte uns der „Teufel“ im wahrsten Sinne ein. Wir fanden aber eine Osteria mitten im Felde die uns Unterschlupf und Pasta bot. So nah kann Himmel und Hölle sein.2013_Cycling_Venedig_Rom-0213 Nach einer ausführlichen Mittagspause hatten sich die dunklen Wolken am Himmel verzogen und wir konnten unseren Weg Richtung Perugia fortsetzen. Über Ponte Felicino kamen wir schnell zu unserem Tagesziel nach Ponte San Giovanni. Der Ort und die Unterkünfte gefielen uns allerdings nicht. Anderseits waren wir nach fünf Tagen ununterbrochen Radfahren doch sehr erschöpft. Die 200 Höhenmeter nach Perugia hochzufahren kamen für uns nicht mehr infrage. Gott sei dank, bzw. dank guter Planung gibt es ja in Ponte San Giovanni einen Bahnhof. Der Zug brachte uns innerhalb von 15 Minuten in das Herz von Perugia. Im Hotel Brufani Palace fanden wir eine tolle Bleibe für die nächsten drei Nächte.

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Pieve Santo Stefano – Citta di Castello 50 km (Umbrien)

2013_Cycling_Venedig_Rom-1972
Anghihari

Als Tagesziel hatten wir uns heute Perugia vorgenommen. Die Nacht im Autobahnhotel verlief für Carola nicht so gut. Irgendwie fand sie keinen Schlaf. So kamen wir erst gegen 10.30 Uhr auf die Räder. Das Wetter war sehr gut, sonnig und noch ein wenig frisch. Entlang des Tibers ging es flott voran. Wir umrundeten den Stausee Lago Artificale Di Montidoglio mit einer wunderschönen Aussicht auf die Landschaft. Ein eingeschlagener Feldweg erwies sich allerdings als Fehler. Er wurde immer steiniger und war bis auf einem holländischen Pilger menschenleer. Naja, so hatten wir wenigsten einen kleinen Blick in den bekannten Franzikskusweg. Bei Anghihari überschritten wir die Grenze in die Toskana. Anghihari ist eine tolle Stadt, hochgelegen mit einer gut erhalten Befestigungsring. Bei Pasta und Pizza ließen wir es und gut gehen und kamem mit Texanern ins Gespräch, deren Eltern hier schon lange leben. Gut gestärkt machten wir uns auf den weiteren Weg in Richtung Perugia. Wir stellten aber bald fest, dass wir Perugia durch den „Umweg“ und unsere lange Mittagspause nicht mehr erreichen werden. Zurück nach Umbrien entschieden wir uns dann für Citta di Castello. Aus den Bergen nahte ein Unwetter. Mit dem nötigen Rückenwind erreichten wir dann schnell unserer neues Ziel.  Im Servizio Turistico Associato – Piazza Matteott, fanden wir mit Alessandro Ottaviano einen tollen Gesprächspartner, der uns mit den nötigen Informationen versorgte und mit dem Hotel Umbria eine gute Bleibe  für die Nacht. Citta di Castello liegt im oberen Tibertal an der Grenze der benachbarten Regionen Toskana und Marken. Seit der frühen Neuzeit stand die Stadt unter der Signoria verschiedener Familien, von denen sich schließlich die Vitelli durchsetzten. Cesare Borgia verleibte die Stadt für seinen Vater Papst Alexander VI. dem Kirchenstaat ein. Am 11. September 1860 wurde Città di Castello von piemontesischen Truppen für das vereinigte Italien erobert.

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