Stein am Rhein – Konstanz 47 km

Nach dem schlechtesten Frühstück der gesamten Tour im Hotel Rheinfels machten wir uns entlang des Nordufers vom Untersee auf den Weg nach Konstanz. Das Wetter war super, blauer Himmel mit bis zu 30 Grad fast ein wenig zu heiß. Aber wenn man schnell genug fuhr gerade richtig. Ganz so flach wie der Bodensee verlief die Strecke allerdings nicht. Mit einem guten Mittagessen in Reichenau und eine Erfrischung für Carola im Gnadensee schafften wir aber unser Tagesziel bis Konstanz. Im Gartenhaus von Jörg Schneider direkt am Münsterplatz fanden wir eine tolle „ruhige“ ( Kirchenglocken) Unterkunft für unseren Ruhetag in Konstanz.

Meersburg – Stein am Rhein (Schweiz) 44 km

Nach einem ausgiebigen Frühstück mit Familiengeschichten der Wirtin Eva, gebürtig in Oberschlesien. Führen wir wieder abwärts zum Bodensee mit einem Schlenker zu den Pfahlbausiedlungen aus der Stein- und Bronzezeit (4.000 bis 850 v. Chr.) in Unteruhldingen zur Fähre nach Meersburg. Von dort ging es nach Konstanz und weiter dem Untersee entlang nach Stein am Rhein. Der Tag war sonnig und heiss so wie wir es uns immer gewünscht hatten. So dass Carola nun auch endlich zu Ihrer gewünschten Erfrischung im See kam. Unser Hotel Rheinfels lag direkt an dem Ausfluss des Rheines aus dem Bodensee. Die Stadt Stein ist ein Kleinod mit wunderschön bemalten Häusern. Die älteste erhaltene Bemalung ist am Hotel Weisser Adler wo wir auch ein wundervolles Abendessen hatten.


Lindau – Meersburg (Mühlhofen) 52 km

Von jetzt an ist alles nur Zugabe… Wir waren sehr glücklich nach 450 km das Endziel unsere Reise ohne eine einzige Panne oder Unfall erreicht zu haben. Plötzlich veränderte sich alles. Mehr Sonne mehr Menschen und überall „Belegt“ Schilder an den Hotels und Gasthöfen. Das Radeln war nicht mehr so beschwerlich da sich alles in 400 Meter Höhe abspielte. Allerdings waren die Mengen der Radler schon ungewöhnlich für uns, die wir in den Bergen nicht sahen. Leider geht der Bodenseeradweg nicht immer direkt am Bodensee entlang so dass wir  zum Beispiel ein sehr großes Stück der B 31 mit seinem starken Verkehr folgen mussten. Schön war nur dass wir mit dem Rad teilweise schneller waren als der Feierabendverkehr. So kamen wir unserem Tagesziel Meersburg gegen 17 Uhr relativ früh an um eine Unterkunft für die Nacht zu suchen. Aber hier und in den umliegenden Orten sahen wir nur „Rot“ so blieb uns gar nichts anderes übrig als weiter zu fahren. In Mühlhofen bei Eva Lange wurden wir dann spät am Abend fündig.

Oberstaufen – Lindau 58 km

Es war nicht so einfach das schöne Hotel in Oberstaufen zu verlassen. Aber heute wollten wir das Endziel der Tour Lindau am Bodensee erreichen. Tief hangen die Wolken über Oberstaufen. Das seit Tagen angekündigte Wetter wollte einfach nicht besser werden. So kamen wir erst  gegen 12 Uhr los. Zunächst ging es ein klein wenig bergab dann aber wieder steil hoch nach Stiefenhofen. Über Röthenbach, Gestratz ging es dann auf und ab weiter durch das Allgäuer Voralpenland. Beim Schloss Syrgenstein hieß es dann noch einmal schieben. Die Straße windetete  sich steil dem Berg hoch, so dass mit Pedalkraft das schwere Rad nicht hochzubewegen war. Aber mit der Aussicht den nahen Bodensee vor uns zu haben wurden die letzten Kräfte mobilisiert. Bei der Gebetsstätte Wigratzbad gab der Kaffee und der kirchliche Segen der letzen Schwung für die Abfahrt nach Lindau. Dort angekommen fanden wir eine herrliche Unterkunft direkt am See im Lindauer Hof.

Day off in Oberstaufen

 

Heute gönnten wir uns mal wieder einen schönen Ruhetag  im Wellnesshotel Rosenalp in Oberstaufen. Nach einem phantastischen Frühstück – wir haben noch nie auf unseren Reisen soviel frisches Obst bekommen – nutzen wir die Annehmlichkeiten der Allgäu Walser Card Plus mit freier Fahrt in Bussen und Seilbahnen und fuhren auf den Hochgrat in 1830 m Höhe. Leider hatten wir dort oben nicht allzu viel Zeit, da Carola einen Massagetermin hatte. Aber kein Nachteil ohne Vorteil. Kaum hatten wir unsere kleine Gipfelrunde abgeschlossen kam in der Seilbahnstation die Durchsage „wegen Sturm müssen wir den Bahnverkehr einstellen..“ Gott sei dank erwischen wir noch eine der letzten Bahnen hinab ins Tal. Den Abend ließen wir mit Massage, Sauna und guten Essen ausklingen.