Fischbachau – Bad Wiessee 35 km

Wer das Cafe Winklstüberl  kennt, wird es immer übervoll erleben. Wir hatten heute eine andere Erfahrung, kein Mensch beim Frühstück, das ganze Kaffe für uns alleine. Leider war das Frühstück nicht so gut wie der berühmte Kuchen. Naja, man kann nicht alles haben. Dafür konnten wir unsere Räder direkt vor dem Zimmer beladen. Es ging dann leicht bergab – immer gut am Morgen – über Hammer – da war doch tatsächlich ein Mann mit Hammer bei der Bearbeitung der Sense. So was sieht man ja kaum noch. Der Bauer hatte mangels Familie bereits an eine andere Familie übergeben und konnte aber so in seinem „Austrag“ noch etwas zum Hof beitragen. Weiter ging es über Neuhaus zum Südufer des Schliersees. Carola konnte der Abkühlung im See nicht widerstehen und so wurde bei 17 Grad Wassertemperatur doch einiges runter gekühlt.  Diese Kühlung konnten wir auch gut gebrauchen. Entlang des Schliersees ging es über Hausham über anstrengende Wald und Schotterwege  bis auf 900 Meter hinauf bevor es abwärts nach Gmund am Tegernsee ging. Bei einer schönen Tasse Kaffee wurde über die weitere Streckenführung diskutiert. Fahren wir weiter nach Bad Tölz oder bleiben wir am Tegernsee. Da wir durch die Streckenführung ganz schön kaputt waren entschieden wir uns nach Bad Wiessee zu fahren und Quartier zu machen. Im Hotel Baier am Bad wurden wir fündig. Eine nagelneue Sauna im Hause entspannte unsere müden Muskeln.

 

Rohrdorf – Fischbachau 38 km

Das Frühstück im Hotel zur Post war sehr gut und international besetzt. Die nähe zur Autobahn nutzen viele Holländer und sonstige Nordländer zu einem Zwischenstop auf dem langen Weg in den Süden. Bei Weißwurst und Sprachenwirrwar ließen wir es uns gut gehen.  Das morgendliche beladen der Räder wird immer mehr zur Routine, so dass wir pünktlich bei Sonnenschein und frischer Luft starten konnten. Nach ca. 1 km kam die erste Schrecksekunde für Friedrich „wo ist meine Kamera“ ….. in der Tiefgarage ….ein Spurt zurück bestätigte den Gedanken.  Um eine Erfahrung und um die EOS reicher setzten wir unsere Fahrt fort. Über den herrlichen Marktfleck Neubern ging es 15 % hinab ins Inntal nach Kirchdorf.  Die Freude über die Abfahrt konnten wir eine auf wunderbaren flachen Wegen bis Bad Feilenbach genießen. Dann wurde die erste „Bergwertung“ eingeläutet.  Es ging ständig bergauf der Höhenmesser stieg von 450 auf 815 Meter. An dem fast höchsten Punkt in Niklasreut versprach ein abgelegenes Wirtshaus eine Abkühlung.  Im Wirtshaus saß ein einzelner älterer Gast bei einer Flasche Bier und einem Schnaps. Auf unserem Ruf „Herr Wirt“ antwortete niemand. Sollten wir nach der anstrengenden Fahrt hier in einem Wirtshaus etwa verdursten …? Plötzlich erschien ein zweiter drahtiger älterer Gast …“bedienst Euch“ sagte er. Friedrich entschied sich trotz des frühen Tages für eine kühle Weiße. Carola bliebt bei einer gesunden Johannisbeerschorle.  Nachdem wir mit dem Älteren ins Gespräch kamen erführen wir dass er bereits 95 Jahre alt ist. Er gab uns auch noch eine Weißheit mit auf dem Weg „ hast Du eine Frau wirst Du nicht alt „“…Gestärkt mit dieser Erkenntnis schafften wir auch die letzen 200 Meter des Anstieges. Vielleicht war es auch nur Carolas Versprechen für ein Stück Torte im Cafe Winklstüberl kurz vor Fischbachau. Dort angekommen hatten wir auch gleich die Möglichkeit für die Übernachtung nach diesem anstrengen Tag genutzt.

Traunstein – Rohrdorf 65 km

Gott sei Dank! Heute ist Montag und wir können alles was noch nicht ganz so perfekt ist nachkaufen. Flaschenhalter und Ständer fürs Rad, Batterie für die Pulsuhr….u.s.w.  Danach ging es endlich los. Tolles Wetter mit Sonnenschein 25 Grad perfekt zum Radeln. Die Route führte uns über Grassau und Bernau zu einem guten Kaffee und Kuchen nach Aschau.Eigentlich wollten wir hier schon Quartier machen. Aber der Ort war übervoll mit Preussen und anderen Nationen. So blieb uns nichts anderes über als weiter zu radeln. Aber auch im nächsten Ort Frasdorf wurden wir nicht fündig. Also weiter…..Im Rohrdorf beim Gasthof zur Post wurden wir dann fündig. Ein Weißbier und Schweinsbraten gab es zur Belohnung für die Zusatzkilometer.

Salzburg – Traunstein 44 km

Nach einer guten Nacht und einem morgendlichen Spaziergang durch Salzburg (6 Uhr) bereiteten wir uns mit einem kräftigen Frühstück  (altes Kaffehaus mit kalten Semmeln)auf die erste Etappe vor. Voll gepackt ging es entlang der Salzach,  über die Grenze nach Freilassing. Es war sehr schön flach, so dass für den ersten Tag die Räder gut rollten. Das Wetter spielte auch mit, so dass Salzburg sich in seinem schönsten Kleid verabschiedete. Weiter ging es durch das Berchtesgadener Land nach Teisendorf. Ein Eisbecher gab die nötige Stärkung für die letzten 20 Kilometer über hügliges Voralpenland nach Traunstein. Kaum dort angekommen wollte der Himmel noch mal zeigen was er konnte. Ein Regenschauer gab uns die nötige Vorfreude auf ein heißes Bad im Traunsteiner Hof.

 

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