Immenstadt – Oberstaufen 20 km

Auch der neue Tag fing mit Regen an. Der Marktplatz von Immenstadt stand schon am frühen Morgen wieder fast unter Wasser. Dieses konnten wir sehr gut von unserer Ferienwohnung direkt am Marktplatz beobachten. Da wir uns am Vorabend aber überlegt hatten zwei Nächte im schönen Wellnesshotel Rosenalp in Oberstaufen zu bleiben und die Tagesetappe auch mit ca. 20 km sehr kurz berechnet war machten wir uns gleich im Regen auf den Weg nach Oberstaufen. Dort angekommen besuchten wir gleich den tollen Wellnessbereich und ließen den Tag gemütlich ausklingen.

Nesselwang – Immenstadt 35 km

Der  Wettergott meint es nicht gut mit uns, Der Morgen war sehr kalt nass und windig. Wenn es wenigstens richtig geregnet hätte, dann wäre das volle Programm an Regensachen zum Einsatz gekommen. Aber bei Nieselregen in 90 Grad zum Rad war die Entscheidung doch recht schwierig.  Um 10 Uhr saßen wir trotzdem auf den Rädern Richtung Immenstadt. Es ging immer bergauf, den höchsten Punkt der gesamten Reise erreichten wir in Haag bei 980 Meter.  Die Höhe und vor allen Dingen der scharfe Westwind machte uns schwer zu schaffen. Abwärts ging es dann entlang des Rottachsees mit einigen Auf-/Abstiegen bis zu unserem Mittagessen nach Kranzegg. Gut das es warme Wirtshäuser gibt…und der Weg nach Immenstadt nicht mehr so weit ist.

Schwangau – Nesselwang 30 km

Die Tour von gestern steckte uns noch ganz schön in den Knochen. So ließen wir es etwas langsamer angehen und kamen erst um 11:30 vom Hotel los. Vorbei ging es über Hohenschwangau und den Königsschlössern Richtung Füssen. Gut dass wir nicht zu den Schlössern wollten. Alle Parkplätze waren bereits überfüllt. Es wimmelte dort von Menschen aus allen Nationen. Es ist schon komisch..die Bayerischen Könige suchten die Einsamkeit und nun dieser Trubel. Gut das wir mit unseren Rädern locker vorbei fahren konnten. Den ersten Zwischenstopp machten wir bereits im Königswinkel in dem die 700 Jahre alte Stadt Füssen liegt. Die Altstadt von Füssen zeugt von einer langen bewegten Geschichte, die schon im 4. Jahrhundert begann als die Römer an der Via Claudia ein Kastell errichteten. Weiter ging es über Hopferau, Eisenberg, Zell durch das profilierte Gelände des Allgäuer Voralpenlandes. Wir müssten bis auf 950 Meter klettern und den immer stärkeren Gegenwind aus dem Westen unsere Muskelkraft entgegensetzen. Diese war spätestens in Nesselwang zu 80 % verbraucht. Da bis Immenstadt keine Besserung zu erwarten war entschieden wir uns in Nesselwang für die Nacht zu bleiben. Im Alpenhotel Sonnenbichl nahe der Alpspitz-Bahn fanden wir eine angemessene Unterkunft.

Kochel am See – Schwangau

Nach einer guten Nacht zeigte der erste Blick aus dem Hotelfenster  außer einer grauen Wand nichts. Der Kochelsee und seine Umgebung war total im Nebel verschwunden. Ein guter Grund wieder ins Bett zu verschwinden. Aber nachdem wir heute  bis nach Schwangau 64 Kilometer zu fahren hatten (zum Schluss wurden 80 daraus) machten wir uns gleich nach dem Frühstück auf den Weg. Entlang des Sees ging es auf einer zuerst flachen Strecke nach Schlehdorf mit dem alten Kloster. Die erste urkundliche Erwähnung in einer Gründungsurkunde des Klosters Schlehdorf-Scharnitz stammt aus dem Jahr 763. Von Ohlstadt führen wir endlang der Loisach bis Eschenlohe durch das schöne Werdenfelser Land. Der Nebel hatte sich inzwischen gelichtet und durch die Wolkenlücken zeigte sich ein wenig blau am Himmel. Bei Eschenlohe unterquerten wir das Autobahnende von München. Gut dass wir auf dem Rad sitzen und nicht hier im Wochenendstau. Kurz hinter Eschenlohe war es vorbei mit der flachen Etappe es ging ständig bergauf und bergab über Grafenaschau bis Bad Kohlgrub. Insgesamt 200 Höhenmeter waren mit den schwer beladenen Rädern zu überwinden. In Bad Kohlgrub war die Luft dann raus und wir gönnten uns im Kunstkaffe eine Pause mit Kaffee und Kuchen. Leider war das nicht die endgültige Höhe des Tages. Zum Schluss überquerte der Höhenmesser die 900 Meter Marke. Nicht nur die Höhe machte uns zu Schaffen, besonders schwierig waren die Schotterwege mit den feuchten Böden. Aber wo es bergauf geht muss es auch irgendwann bergab gehen.  Kurz vor Halblech sahen wir dann auch schon unser Tagesziel Schwangau mit dem märchenhaften Schlössern im Dunst der Wolken. Neuschwanstein und Hohenschwangau. Im Hotel Weinbauer hatten wir im voraus gebucht und so konnten wir mit Sauna und einem schönen Abendessen den anstrengenden Tag ausklingen lassen.

Day off in Kochel

Heute gönnten wir uns einen Tag Ruhe im Seehotel Grauer Bär in Kochel. Nach einem ausführlichen Frühstück machten wir uns auf dem Weg ins Franz Marc Museum. Franz Marc gehört zu den bedeutesten Künstlern der Avantgarde. Seine Werke haben die Kunst des 20. Jahrhunders tiefgreifend geprägt. Das Franz Marc Museum in Kochel wurde 1986 gegründet um Leben und Wirken dieses Künstlers zu würdigen.    Den Tag ließen wir ausklingen       mit Massage und Sauna um uns für die nächsten Etappen zu stärken.  http://www.franz-marc-museum.de/