Von der Waterkant zum Alpenrand #Tag 15: Rothenburg o.d. Tauber – Nördlingen 94 km

Trotz der vielen Touristen empfand ich Rothenburg als ganz ruhig und entspannend. Ein Genuß war auch das Konzert der amerikanischen Jugend Bands und Chöre in der Franziskaner Kirche. Der Morgen war noch schön und frisch, so dass ich gut in Richtung Gebsattel und Diebach voran kam. Durch den Naturpark Frankenhöhe ging es steil nach Schillingfürst hinauf. Die Stadt liegt auf 516 Meter und von weiten ist schon das Schloss Schillingfürst zu sehen. Die Abfahrt nach Wörnitz entschädigte den schweren Aufstieg. Auf den Wörnitz Radweg ging es zur ersten Pause nach Dinkelsbühl. Die Stadt hat ein sehr gut erhaltenes mittelalterliches Stadtbild und wirkt im Gegensatz zu Rothenburg nicht wie eine „Puppenstube“. 1274 erreichte Dinkelsbühl den Status einer freien Reichstadt. Sie entwickelte sich zu einer kleinen Stadtrepublik mit anhängigem Territorium. Über Oettingen erreichte ich in einem großem Bogen Nördlingen liegt mitten im Nördlinger Ries. Das nahezu kreisförmige Ries hebt sich auffällig von der hügligen Landschaft der Alb ab. 1960 konnte nachgewiesen werden, dass es Reste eines 14,6 Millionen Jahren alten Einschlagskraters sind. Auch Nördlingen war freie Reichsstadt. Die Stadt lag an der Kreuzung zweier grossen Handelsstraßen und entwickelte sich prächtig. Im roten Ochsen – das älteste Haus der Stadt – ist die gute alte Zeit wohl nicht stehen geblieben. Ich war dort der einzige Gast. Die hausgemachten Maultaschen waren allerdings sehr gut.