Von der Waterkant zum Alpenrand #Tag 14: Ruhetag Rothenburg o.d. Tauber

Ja auch in einer Touristenhochburg kann man einen Ruhetag einlegen. Nachdem ich mir beim Rundgang über die Stadtmauer einen ersten Überblick und Reichsstadtmuseum ein wenig über die Stadt schlau gemacht hatte, schreibe ich bei einem Espresso und Quarkstrudel im Café Lebenslust diese Zeilen. Kein Nachteil ohne Vorteil könnte auch auf die Stadt Rothenburg o.d.T. angewendet werden. Die freie Reichsstadt viel nach dem Ende des 30. jährigen Krieges in die Bedeutungslosigkeit. Daher blieb auch das Stadtbild des Mittelalters weitgehend erhalten. Herausragend an der Altstadt ist, dass sie praktisch keine modernen Bauten hat. Die Ursprünglichkeit wird seit Jahrzenten von den Stadtvätern zu erhalten versucht. Rothenburg war von 1274 bis 1803 freie Reichstadt und daher nur dem Kaiser unterstellt. Dieser war aber weit weg.  Ab 1950 wurde die Stadt zu einem der Höhepunkte an der Romantischen Straße, die erste Ferienstrasse Deutschlands. Schon bald wurde die Stadt zu einem Prototyp einer mittelalterlichen deutschen Stadt. Insbesonders Besucher aus Asien und den USA lieben das „eintauchen“ in eine romantische Vergangenheit in der sicher keiner mehr leben möchte. Ich kann mich auch nicht ganz davon befreien. Daraus folgt für mich gutes bewahren nicht immer den neuen Dingen ungeprüft einen Platz einzuräumen.