Von der Waterkant zum Alpenrand #Tag 4 Bad Baderkesa-Bremen 106 km

Ruhige Nacht im „Seniorenheim“. Das Hotel Dock hatte auch schon besserer Tage erlebt. Dafür durfte ich wie in den Motels in USA mein Rad mit ins Zimmer nehmen. Das hat den Vorteil nicht „absatteln“ zu müssen. Frühstück gab es erst um 7.30 Uhr aber noch früh genug um bei herrlichem Sonnenschein den Kurort zu verlassen. Mein erstes Ziel war Bremerhaven, was ich in rund zwei Stunden erreichte. Bremerhaven mit seinem Columbuskaje war besonders in der Vergangenheit eine grosse Anlaufstelle für die Auswanderer in die USA. Im Februar 1948 landeten hier US Frachtschiffe mit 23.000 Kisten mit „Türgriffen“ in Wirklichkeit enthielten die Kisten 1100 Tonnen Banknoten, die Deutsche Mark, das neue Geld für die Westzonen. Bepackt mit diesem neuem Wissen fur ich auf den Weserradweg in Richtung Bremen. Blöd nur das ich die Weser kaum zu Gesicht bekam. Erst versteckte sie sich hinterm Deich, dann war sie soweit weg das sie nicht mehr zu sehen war. Was ich aber auf diesen rund 100 km zu sehen bekam waren riesige Ställe, dicht gedrängt voller Kühe. Davor riesige Haufen mit Futter abgedeckt mit Plastik Plaben und alten Autoreifen. Ich finde das nicht besonders human den Tieren gegenüber, wozu brauchen wir nur diese ganze Milch von unglücklichen Kühen. Ich trinke seitdem ich von der Mutter abgestillt worden bin keine Milch mehr, Das macht auch sonst kein anderes Lebewesen. Nur der Mensch trinkt Milch auch als erwachsener. Ich will hier nicht mit dem erhobenen Zeigefinger kommen, aber das ist der Vorteil bei so langen Touren mit dem Rad gibt es soviele Eindrücke. Bremen war schnell erreicht, dachte ich als das erste Ortsschild kam. Nach einer Kaffeepause im Vorort waren es aber noch 29 km bis zum Rathaus. Auf diesen endlosen Kilometern durchs Stadtgebiet habe ich übrigen auch hier die Weser kam gesehen. Dafür aber ein erneutes Loch in meinem Vorderreifen. Morgen muss ich der Sache mal auf dem Grund gehen. Die Löcher sind immer innen im Schlauch.