Rohrdorf – Fischbachau 38 km

Das Frühstück im Hotel zur Post war sehr gut und international besetzt. Die nähe zur Autobahn nutzen viele Holländer und sonstige Nordländer zu einem Zwischenstop auf dem langen Weg in den Süden. Bei Weißwurst und Sprachenwirrwar ließen wir es uns gut gehen.  Das morgendliche beladen der Räder wird immer mehr zur Routine, so dass wir pünktlich bei Sonnenschein und frischer Luft starten konnten. Nach ca. 1 km kam die erste Schrecksekunde für Friedrich „wo ist meine Kamera“ ….. in der Tiefgarage ….ein Spurt zurück bestätigte den Gedanken.  Um eine Erfahrung und um die EOS reicher setzten wir unsere Fahrt fort. Über den herrlichen Marktfleck Neubern ging es 15 % hinab ins Inntal nach Kirchdorf.  Die Freude über die Abfahrt konnten wir eine auf wunderbaren flachen Wegen bis Bad Feilenbach genießen. Dann wurde die erste „Bergwertung“ eingeläutet.  Es ging ständig bergauf der Höhenmesser stieg von 450 auf 815 Meter. An dem fast höchsten Punkt in Niklasreut versprach ein abgelegenes Wirtshaus eine Abkühlung.  Im Wirtshaus saß ein einzelner älterer Gast bei einer Flasche Bier und einem Schnaps. Auf unserem Ruf „Herr Wirt“ antwortete niemand. Sollten wir nach der anstrengenden Fahrt hier in einem Wirtshaus etwa verdursten …? Plötzlich erschien ein zweiter drahtiger älterer Gast …“bedienst Euch“ sagte er. Friedrich entschied sich trotz des frühen Tages für eine kühle Weiße. Carola bliebt bei einer gesunden Johannisbeerschorle.  Nachdem wir mit dem Älteren ins Gespräch kamen erführen wir dass er bereits 95 Jahre alt ist. Er gab uns auch noch eine Weißheit mit auf dem Weg „ hast Du eine Frau wirst Du nicht alt „“…Gestärkt mit dieser Erkenntnis schafften wir auch die letzen 200 Meter des Anstieges. Vielleicht war es auch nur Carolas Versprechen für ein Stück Torte im Cafe Winklstüberl kurz vor Fischbachau. Dort angekommen hatten wir auch gleich die Möglichkeit für die Übernachtung nach diesem anstrengen Tag genutzt.