Venedig – Rom 2013

2013_Cycling_Venedig_Rom-1865
Valli di Comacchio

13 Etappen, 660 km, 5000 Meter Anstieg, 5 Regionen, Venetien, Emilia-Romagna, Toskana, Umbrien, Latium

Eine Auswahl der schönsten Bilder.

 [nggallery id=7]

Fiano Romano – Rom 40 km (Latium)

2013_Cycling_Venedig_Rom-0447Nach einem „italienischen Frühstück“ machten wir uns auf dem Weg zu unserer letzten Etappe nach Rom. Es ging zügig hinab ins Tibertal und dann ein großes Stück entlang der SP 15. Bald merkte man die Nähe der Millionenstadt die mit Schmutz und Prostitution entlang der SP 15 stark zunahm. Bei Casale Prima Porta legten wir zur Orientierung eine kleine Mittagspause ein. Der Einstieg zum Radweg entlang des Tibers war nicht einfach zu finden. Gott sei dank geleitete uns ein Engel namens „Angelo“ durch die sich verschlungenden Straßen. Die letzten 15 km auf dem Tiberdamm waren ein Traum der erst kurz vorm Petersplatz endete. Schon von weiten grüßte die riesige Kuppel von Michelangelo.Die Einfahrt durch den Säulengang von Bernini war wie eine Umarmung nach rund 700 km unfallfreier Fahrt durch Italien.

[button link=“http://connect.garmin.com/activity/327107173″ newwindow=“yes“] Streckenplan[/button]

 

Forano – Fiano Romano 30 km (Latium)

 

Tiber Valley

Die Nacht war recht gut. Das Frühstück nun typisch italienisch mit süßen Teilchen. Nachdem wir alles gepackt hatten müssten wir die ersten 3 Kilometer nochmals bis auf rund 250 Meter Seehöhe ansteigen. Danach ging es mit wunderschönen Ausblicken über das Tibertal in rasanter fahrt 200 Meter bergab zur Stazione Poggio Mirteto. In der Bahnhofs bar erholten wir uns bei Latte und Cappuchino für den nächsten Anstieg. Nach wenigen Metern überquerten wir den Tiber. Bei Nazzano überschritten wir erneut die 200 Meter Marke. Ein großer Teil des Gemeindegebiets gehört zum Naturreservat Nazzano Tevere Farfa. Das Castello Savelli wurde 1073 erstmals erwähnt. Es zeigt sich noch heute in seinem romanischen Zustand. Danach ging es erneut runter ins Tibertal. In Fiano Romano kamen uns plötzlich Astrid und Winfried entgegen, die wir auf ihrer Radtour bereits in Perugia kennengelernt hatten. Sie waren gerade auf ihrem Weg ins B&B und so schlossen wir uns an. Unser Glück war, das bei Bed & Breakfast Tosca noch ein Zimmer frei war. So war unsere Übernachtungsfrage auch gleich geklärt..

Die Altstadt von Fina Romano erhebt sich auf einem Hügel über dem Tal während sich die modernen Ortsteile in der Ebene bis zur Autobahnausfahrt Roma-Nord erstrecken. Dadurch verfällt die Altstadt – wie viele Städte in Italien zur Sinnlosigkeit.

 

 

Attigliano – Forano 61 km (Latium)

Carola ging es heute auch noch nicht besser. Die ganze Nacht Husten raubte ihr den Schlaf. Wir überlegten die schwere Strecke nach Orte mit dem Zug zu fahren. So machten wir uns gleich auf dem Weg zum Bahnhof nach Attigliano. Leider fuhr der nächste Zug erst in mehr als einer Stunde und es gab auch keine Möglichkeit ohne Treppe zum Gleis 3 zu kommen. Da das Warten nicht Friedrichs Stärke ist entschloss er sich die Strecke doch mit dem Rad zu fahren. Dieses Vorhaben wurde bald bereut. Die ersten Kilometer entlang der Autobahn verliefen noch auf glatten Asphalt. Dann verschlechterte sich der Weg in einen vermanschten Schotterweg, der dazu noch so steil Anstieg das selbst das Schieben zur Qual wurde. Der runter tropfende Schweiß vermischte sich mit den einsetzenden Regentropfen. Bis Tenna in Pervina stieg es noch mal bis auf 250 Meter an bevor es über ein Schotterstraße wieder in Tal ging. Umbrien mit seinen freundlichen Menschen mussten wir leider in Orte hinter uns lassen. Das spürten wir schon an der schlechten Bedienung beim Mittagessen in Orte Stazione. Hoffentlich ist das kein Vorzeichen für Lativia. Da es unten im Tibertal keine Strassen in der Ebene gibt kämpften wir uns auf 207 Meter nach Stimigliano hoch2013_Cycling_Venedig_Rom-0397. Ein hübscher Ort hoch über dem Tibertal gelegen mit einer ausgestorbenen alten Stadt und einem tollen Blick über das Tal. Leider ohne irgendeine Albergo. Nach Gesprächen mit den interessierten Einwohnen erführen wir von der Pensione Belvedere in Forano. Die Beschilderung dahin war eindeutig. Eine tolle Talabfahrt sehr verlockend. Leider hatten wir nicht realisiert das es eine Verbindungsweg in der höhe gab. So gab es als Zugabe noch mal eine Klettertour von 40 auf 208 Meter. Ein sehr anstrengender Tag ging heute leider erst mit der einbrechenden Dunkelheit zu Ende.

[button link=“http://connect.garmin.com/activity/328270241″ newwindow=“yes“] Streckenplan[/button]